Haarstruktur und Haartypen

Lang, kurz, gelockt, drahtig, seidig oder Stockhaar – so vielfältig wie die unterschiedlichen Hunderassen, so verschieden sind auch die Felltypen unserer Vierbeiner. Insbesondere bei Hunden haben sich im Laufe der Evolution alle möglichen Varianten entwickelt, der generelle Aufbau von Haut und Haar unterscheidet sich zwischen den verschiedenen Tieren jedoch nicht.

Das Haar oder Fell besteht aus dem sogenannten Keratin (eine Eiweißstruktur). Es wächst aus Follikeln in der Dermis, eine tiefgelegene Hautschicht. Während aus jedem Follikel der menschlichen Haut jeweils ein Haar wächst, gibt es bei Tieren zwei Haartypen, die gemeinsam aus einem Follikel wachsen: Wollhaare und Grannenhaare, wobei jeweils ein Grannenhaar von sechs bis zwölf Wollhaaren umgeben ist. Das Wollhaar bildet das Unterfell – es liegt (wie der Name schon sagt) der Haut am dichtesten an, ist besonders weich und dünn und isoliert aufgrund seiner Dichte besonders gut. Das Grannenhaar bildet das Deckhaar: es hat eine härtere Struktur, ist dicker und länger und liegt dem Unterfell auf. Das Deckhaar schützt das Tier vor Verletzungen der Haut, bildet eine zusätzliche Isolationsschicht und trägt aufgrund der individuellen Färbung wesentlich zum äußeren Erscheinungsbild bei.

Der Felltyp wird durch die Rasse und die individuellen genetischen Veranlagung von Tieren bestimmt. Hinsichtlich der Haardicke, -länge und -struktur können folgende Felltypen differenziert werden: Tiere mit Deckhaar und Unterwolle, Tiere mit Deckhaar jedoch ohne Unterwolle und haarlose Tiere. Dabei können der Typ und die Länge der Haare zwischen den unterschiedliche Rassen stark variieren.

Rassen mit Unterwolle kennzeichnen sich durch eine weiche Unterwolle (Wollhaare) und grobes Deckhaar (Grannenhaare). Die Wollhaare liegen dicht an der Haut, sind weich und fein, und dienen dank ihrer Dichte als eine gute Isolierungsschicht. Die meisten Rassen haben Unterwolle. Hier finden Sie Hunde- und Katzenrassen, für die die Anwendung eines deShedding Pflegewerkzeugs empfohlen wird.

Rassen mit einfachem Fell haben zwar Deckhaar aber wenig Unterwolle. Sie werden oft als “nicht haarende“ Rassen bezeichnet, da sie im Vergleich zu Rassen mit Unterwolle sehr wenig haaren (vergleichbar dem Menschen). Hier finden Sie Hunde- und Katzenrassen, die keine Unterwolle haben und für die die Anwendung eines deShedding Pflegewerkzeugs nicht nötig ist.

Haarlose Rassen haben sehr wenig bis keine Haare. Dadurch, dass sie nur an einigen wenigen Körperpartien Fell haben (am Kopf, der Rute und/oder den Pfoten), leicht beflaumt oder sogar komplett nackt sind, ist es umso wichtiger ihre Haut zu pflegen, schützen und geschmeidig zu halten.
Einige Beispiele für haarlose Hunderassen sind der American Hairless Terrier, Chinesischer Schopfhund, Peruanischer Nackthund (Viringo) und der mexikanische Nackthund (Xoloitzcuintle).
Beispiele für haarlose Katzen sind die Bramble Katze, Donskoy, Dossow Katze, Peterbald, Sphynx Katze und die Ukrainian Levkoy Katze.

Des Weiteren unterscheidet man Hunde und Katzen zwischen lang- und kurzhaarigen Rassen:

Kurzhaarige Rassen haben mehr Deckhaare als Unterwolle. Ihre Haare liegen dicht am Körper und sind nicht länger als 5 cm.
Beispiele für kurzhaarige Hunde sind Beagle, Irish Terrier, Windhund, English Toy Terrier und Boxer.
Beispiele für kurzhaarige Katzen sind die Europäisch Kurzhaar, Abessinerund die Bengalkatze.

Typisch für langhaarige Rassen ist, dass ihre Haare länger als 5 cm sind.
Beispiele für langhaarige Hunde sind der Pekinese, Golden Retriever, Münsterländer und der Deutsche Schäferhund.
Beispiele für langhaarige Katzen sind die Maine Coon Katze, die German Angora/Deutsch Langhaar-Katze, die Perserkatze und die Norwegische Waldkatze.

Der Felltyp von Kaninchen wird durch die Rasse bestimmt.

  • Rassen mit normalem Fell haben eine Haarlänge von 2,2-3,8 cm. Aus jedem Haarfollikel wachsen sowohl Deckhaare als auch Unterwolle, was ein Haarvolumen bis zu 14 Haaren pro Haarfollikel ausmacht.
  • Rassen mit Rex Fell werden durch Haare charakterisiert, deren Follikel bis zu 50 einzelne Haare beinhalten können. Die ideale Haarlänge beträgt ca. 1,6 cm. Das Deckhaar ist kurz und in der Regel überschreitet es nicht die Länge der Unterwolle.
  • Rassen mit Satinfell zeichnen sich durch Haare aus, die genauso lang aber dünner als normale Haare sind (genetisch bedingt) – dadurch erscheinen sie seidiger.
  • Rassen mit Wollhaar haben ein sehr langes Unterfell und langes Deckhaar von 10,1 bis 12,7 cm.
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