Was tun, wenn mein Hund das Bürsten, Kämmen und Co. nicht mag?
Als Hundebesitzer wissen Sie, wie wichtig die Fellpflege für die Gesundheit Ihres Hundes ist. Sanftes Bürsten trägt zudem dazu bei, die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund zu festigen, und kann sich auch für Sie als entspannender Moment erweisen. Für manche Vierbeiner aber ist das Bürsten eine eher lästige Angelegenheit.
- Schaffen Sie eine Routine: Hunde sind Gewohnheitstiere – führen Sie die Fellpflege schrittweise ein, und zwar jeden Tag zu einer ruhigen Zeit, damit sie für Ihren Hund vorhersehbar und stressfrei ist.
- Positiver Einstieg: Lassen Sie Ihr Haustier an der Bürste schnuppern, beginnen Sie mit Stellen, die ihm nichts ausmachen, und halten Sie die Fellpflege anfangs kurz.
- Setzen Sie Leckerlis mit Bedacht ein: Belohnen Sie ruhiges Verhalten mit Leckerlis und ersetzen Sie diese dann nach und nach durch Lob und Zuneigung, um die Fellpflege als positives Erlebnis zu festigen.
- Wählen Sie das richtige Werkzeug: Passen Sie Bürsten oder Kämme an den Felltyp Ihres Haustiers an – Kämme für Verfilzungen, Zupfbürsten für lose Haare, weiche Borsten für ein glattes, glänzendes Finish.
- Stärken Sie Ihre Bindung: Eine regelmäßige, sanfte Fellpflege schafft Vertrauen, vertieft Ihre Bindung und hilft Ihrem Haustier, Berührung mit Komfort und Zuneigung zu verbinden.
Warum Fellpflege die Bindung zu Ihrem Hund stärken kann
Fellpflege ist immer auch eine Zeit der Nähe, des Vertrauens und der Verbundenheit. Wenn Sie Ihren Hund sanft bürsten, pflegen Sie nicht nur sein Fell und seine Gesundheit, sondern zeigen durch die Berührung auch Zuneigung. Mit der Zeit lernt Ihr Hund, dass diese gemeinsame, ruhige Zeit Sicherheit und Liebe bedeutet.
Diese gemeinsamen Momente helfen Ihnen, Ihren Hund besser zu verstehen: Jede Reaktion, jeder entspannte Seufzer vermittelt Ihnen, wie er sich fühlt. Der ruhige Rhythmus des Bürstens kann Sie beide beruhigen, Spannungen lösen und ein friedliches Ritual schaffen, auf das Sie sich beide freuen. Was als einfache Routine beginnt, wird zu einer Zeit, die Ihre Bindung vertieft und das Vertrauen zwischen Ihnen stärkt.
Etablierung einer Pflegeroutine
Hunde sind Gewohnheitstiere. Sie brauchen einen gewohnten Tagesablauf und sind auf Stabilität und Rituale angewiesen. Plötzliche Änderungen in der Fellpflege können sie aus dem Gleichgewicht bringen. Die erfolgreiche Einführung eines neuen Fellpflegerituals erfordert Ausdauer und Geduld. Bürsten Sie zunächst das Fell Ihres Hundes täglich jeweils nur für eine kurze Zeit. Wählen Sie einen ruhigen Zeitpunkt aus, wenn keine anderen Familienmitglieder in der Nähe sind und Ihr Hund ruhig und entspannt ist. Vermeiden Sie es, Ihren Hund kurz vor oder nach dem Fressen oder dem Gassigang zu bürsten, um ihn nicht zu beunruhigen oder zu verwirren.
Beruhigen Sie Ihren Hund vor dem Bürsten, indem Sie ihn zunächst streicheln. Lassen Sie ihn an der Bürste schnuppern, damit er begreift, um was es geht, und er seinen eigenen Geruch an der Bürste wahrnimmt. Beginnen Sie dann, ihn sanft an einer Stelle zu bürsten, an der er gerne gestreichelt wird. Vermeiden Sie zunächst den Bauchbereich, da viele Hunde es nicht mögen dort berührt zu werden und es sogar als bedrohlich empfinden können, wenn sie nicht gerade entspannt sind und sich sicher fühlen. Bürsten Sie Ihren Vierbeiner anfangs nur ein paar Minuten bzw. so lange, wie er es duldet. Gehen Sie immer wieder mit der Bürste auf ihn zu, um ihm zu zeigen, dass es sich um ein normales, vollkommen harmloses Ritual handelt.
Machen Sie das Bürsten zum Vergnügen
Bei besonders misstrauischen Vierbeinern oder der Gewöhnung von Welpen oder Kätzchen an die Pflege mit der Bürste erweisen sich Leckerlis zur positiven Bestärkung als ausgesprochen hilfreich. Sobald Ihr Vierbeiner die Fellpflege mit einem Leckerli oder Snack in Verbindung bringt, begreift er das Bürsten als eine verlockende Aussicht.
Nach Belieben lassen sich die Leckerlis durch Streicheleinheiten, viel Aufmerksamkeit und Lob ersetzen.
Wählen Sie das passende Werkzeug
Bei der Fellpflege Ihres Hundes kommt es auf die Wahl des richtigen Fellpflegewerkzeugs an. Ihr Vierbeiner mag vielleicht lieber weichere oder härtere Borsten. Sollte das Fell Ihres Haustieres sehr lang sein, sollten Sie vor dem Bürsten eventuell zunächst einen Kamm verwenden, um Verfilzungen oder Knoten zu finden und zu entwirren.
Bürsten gibt es in vielen verschiedenen Größen und Formen. Wählen Sie eine Bürste, die perfekt der Größe, der Fellart und den Vorlieben Ihres Hundes angepasst ist.
Daneben gibt es verschiedene Fellpflegewerkzeuge für unterschiedliche Zwecke. Kämme dienen dazu, das Fell Ihres Hundes von Knoten zu befreien, Zupfbürsten hingegen, um überschüssige Haare zu entfernen. Bürsten mit weichen Borsten sind auch dazu geeignet, dem Fell Ihres Hundes einen geschmeidigen Glanz zu verleihen.
Wie Sie das Fell Ihres Hundes am besten pflegen
Wählen Sie eine Bürste in der passenden Größe und Beschaffenheit. Beginnen Sie am Kopf und bürsten Sie das Fell Ihres Hundes in Haarwuchsrichtung bis zum Schwanz. Gehen Sie sanft dabei vor, da durch zu festes Bürsten die Haut Ihres Vierbeiners verletzt werden könnte. Büsten Sie den Brust- und Bauchbereich zum Schluss, da an diesen Stellen das Fell oftmals dünner und die Haut empfindlicher ist.
Sollte Ihr Vierbeiner sehr langes Fell haben, sollten Sie vor dem Bürsten eventuell zunächst einen Kamm oder Harkenkamm benutzen, um Knoten und Verfilzungen zu finden und zu entwirren. Manche Hunde erdulden das Bürsten gelassener als andere. Sollte sich Ihr Hund gegen das Bürsten sträuben, lesen Sie unsere Tipps, wie Sie Ihren Vierbeiner schonend an eine tägliche Fellpflegeroutine gewöhnen.